Fachgruppenleiter Mike Hahm im Gespräch zum Thema "Digitaler Vertrieb"

Meldung vom 15.09.2014 - 17:10

Mike Hahm, Leiter Business Development, Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH und neuer Leiter der Fachgruppe Digitaler Vertrieb, Mobile & Social Media beantwortet uns zum Start der BdVM-Fachgruppen am 23. Oktober folgende Fragen:

 

Herr Hahm, Sie sind Fachgruppenleiter für die BdVM-Fachgruppe „Digitaler Vertrieb, Mobile & Social Media“. Welche Relevanz hat das Thema Ihrer Meinung nach für die Profession?

Bereits heute hat sich in einigen Branchen das Kaufverhalten der Kunden deutlich verändert. Mittlerweile kaufen mehr als 50 Millionen Deutsche Produkte und Dienstleistungen online und über 70 Prozent der Bundesbürger informieren sich vor jedem Kauf, ob auf  Webseiten, über Onlineshops oder in Foren. Dieses Verhalten konzentriert sich zwar noch sehr stark auf den B2C-Markt wird aber zukünftig mehr und mehr Einzug in den B2B-Markt halten. So hat das Internet zum Beispiel heute schon Messen und Fachveranstaltungen als Informationsquelle Nr. 1 abgelöst. Ich denke, allein diese Zahlen belegen, welche Relevanz dieses Thema für unsere Profession hat beziehungsweise haben sollte. Unternehmen müssen zukünftig Themen wie Social Media-Sales, E-Commerce und Mobile noch stärker in ihren Vertriebskonzepten berücksichtigen, um effizient und damit wettbewerbsfähig zu bleiben. 

 

Vor welchen zukünftigen Herausforderungen stehen Vertriebsmanager hinsichtlich „Digitaler Vertrieb, Mobile & Social Media“ in ihrem beruflichen Alltag?

Grundsätzlich muss eine nachhaltige Veränderung in vielen Unternehmen stattfinden, um sich dem veränderten Kundenverhalten anzupassen. Diese werden je nach Branche und Unternehmen anders ausgeprägt sein, aber nichtsdestotrotz müssen Vertriebsmanager diese Veränderung aktiv managen und voranbringen – mit allen Vor- und Nachteilen, die so ein Veränderungsprozess mit sich bringt. Eine weitere Herausforderung wird sicherlich der veränderte Umgang mit Kunden und Leads sein, da die Digitalisierung auch zu einer stärkeren Anonymisierung führt. Kundendaten müssen entsprechend aufbereitet und qualifiziert werden, damit Angebote möglichst bedarfsgerecht erstellt werden können und unnötige Streuverluste vermieden werden. Dies muss natürlich unter Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen insbesondere des Bundesdatenschutzgesetzes erfolgen, was angesichts der Komplexität häufig nicht ganz einfach ist. Ob sich das mit dem derzeit in Bearbeitung befindlichen neuen Datenschutzrichtlinien der EU ändern wird, bleibt obendrein abzuwarten.

 

Welche Schwerpunktthemen möchten Sie im Rahmen der Fachgruppenarbeit gemeinsam mit Ihren Kollegen voran bringen?

Ich persönlich würde gern zwei Dinge im Rahmen der Fachgruppe bearbeiten: Zum einen möchte ich Aufklärungsarbeit leist­en und das Thema Digitalisierung und seine Möglichkeiten noch stärker ins Bewusstsein deutscher Vertriebsmanagern bringen. Zum anderen möchte ich zum Beispiel durch die Erstellung von Leitfäden aktive Hilfestellung bei der Implementierung und Umsetzung digitaler Vertriebsmechanismen und -strategien geben. Darüber hinaus wird es natürlich auch eine Aufgabe der Fachgruppe sein, Antworten auf wichtige Fragen zu Themen wie Datenschutz, Best Practice oder zukünftige Trends zu liefern. Ein weiterer Punkt ist dabei der permanente Erfahrungsaustausch zwischen Kollegen aus verschiedenen Unternehmen und Branchen.