Bei den ganzen Zahlen sollten man die Menschen nicht vergessen.

Dr. Thorsten Pillo
Head of Region Latinamerica/Caribbean
G+D Currency Technology

Dr. Thorsten Pillo (47) ist in verschiedenen Managementfunktionen seit mehr als 12 Jahren im internationalen Vertrieb und Marketing für Giesecke + Devrient tätig, davon auch mehrere Jahre im Ausland. Seit nunmehr 3 Jahren leitet er die Region Lateinamerika und Karibik bei der Giesecke +Devrient Currency Technology GmbH, dem Weltmarktführer für Lösungen rund um Bargeld mit Sitz in München. Er ist verantwortlich für das komplette Portfolio inklusive Produkt- und Lösungsgeschäft, Automations- und Softwarelösungen und dem hierzu assoziierten Servicegeschäft. Hierbei leitet er ein mehrsprachiges Team über mehrere Serviceniederlassungen und Tochtergesellschaften. Zuvor hatte er langjährig die globale Produktvertriebsleitung für spezielle Sicherheitslösungen sowie auch schon die Regionalleitung für Asia Pacific in Hongkong inne. Seine Laufbahn startet der promovierte Physiker und Betriebswirt allerdings in der Entwicklung bei Louisenthal, einer Tochtergesellschaft von G+D, und erweiterte sein Knowhow speziell durch Tätigkeiten in den Bereichen Produktmanagement und –marketing sowie globalem Business Development. In seiner Freizeit ist Herr Pillo leidenschaftlicher Koch, hört als Physiker gerne elektronische Musik und treibt Sport wie Mountainbike und Golf, sobald es seine vielfältigen Reisen erlauben.

Dr. Thorsten Pillo ist Leiter der BdVM Fachgruppe Internationaler Vertrieb.

BdVM: Was sind Ihre besonderen Herausforderungen als Director, Head of Region bei Giesecke & Devrient CT GmbH?
Dr. Pillo: Führung in einer multinationalen Matrix über verschiedene  Standorte sowie die Moderation zwischen nichteuropäischen Kulturkreisen und einem deutschen Familienunternehmen.

BdVM: Wo sehen Sie die Vertriebsbranche in fünf Jahren?
Dr. Pillo: Branchenabhängig in einem Wandel hin zur kompletten Digitalisierung der Prozesse. Allerdings ohne, dass persönliche Kontakte an Relevanz verlieren.

BdVM: Wenn Sie nicht in der Bargeldindustrie arbeiten würden, welche Branche würde Sie interessieren?
Dr. Pillo: Die Automobilindustrie gerade jetzt mit der Disruption hin zum kompletten Wandel in der Mobilität jedes Einzelnen . Alternativ in der Medizintechnik, da auch diese immer mehr Informationstechnologie mit der im Wandel befindlichen Medizin verknüpft.

BdVM: Welche Entscheidung hat Ihre Karriere nachhaltig beeinflusst?
Dr. Pillo: Sicher der Wechsel aus dem Ausland (Schweiz) zurück nach Deutschland und dann der Wechsel von der Entwicklung in den Vertrieb, mit allen verbundenen Konsequenzen.

BdVM: Welcher Ausbildungs- und Berufsweg hat Sie zum Vertriebsmanagement geführt?
Dr. Pillo: Ich möchte mich hier als atypischen Quereinsteiger bezeichnen. Als Physiker mit berufsbegleitendem Wirtschaftsstudium habe ich nach rein akademischer Ausbildung auf dem typisch akademischen Habilitationspfad durch einen bewussten Wechsel in die Wirtschaft die Wertschöpfungskette von Beginn an kennengelernt. Und dies aufsteigend von Entwicklung und Fertigung bis hin zum Produkt und damit größten Herausforderung im positiven Sinne: den Kunden. Die Breite in erworbenem Wissen und die internationale Erfahrung haben sicher zur jetzigen Verantwortung beigetragen.

BdVM: Was ist Ihre größte Schwäche?
Dr. Pillo: Ungeduld.

BdVM: Ein Rat, der mir oft weitergeholfen hat, ist …
Dr. Pillo: Vergesse die Menschen bei den ganzen Zahlen nicht.

 

Die Fragen stellte Laura Heisch, Mitarbeiterin der Geschäftsstelle des Bundesverbands der Vertriebsmanager.