Qualität statt Quantität sorgt für einen passenden ROI

Michael Cordt
Leiter Marketing / Sales
darmstadtium - Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt GmbH & Co.KG

Erste Vertriebserfahrung konnte er im Deutschen Fachverlag in Frankfurt mit Verantwortung für das Gebiet Mitte sammeln. Dort hatte er eine äußerst spannende Zeit im Bereich des boomenden IT-Business. Vertrieb und Destinationsmarketing haben ihn in den Folgejahren an die Ostsee nach Rostock/Warnemünde geführt. Zurück im Rhein-Main-Gebiet war er dann  für den Vertrieb eines Reiseveranstalters im Raum Gießen mit Schwerpunkt Incentives und Studienreisen zuständig. In Aschaffenburg bei den Kongress- und Touristikbetrieben konnte er mit Schwerpunkten im Bereich Destinationsmarketing und Vertrieb touristischer Produkte wirken. Seit dem 1. Januar 2012 ist er im darmstadtium tätig.

BdVM: Was sind Ihre besonderen Herausforderungen als Leiter Marketing & Sales bei darmstadtium - Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt?
Cordt: In der Live Kommunikation sind Flexibilität und Kundenorientierung entscheidende Kriterien in der täglichen Arbeit der Kollegen. Bei Vermarktung und Verkauf muss aber neben diesen besonderen Softskills das äußerst moderne Erscheinungsbild des Hauses mit unseren USP in den Bereichen Nachhaltigkeit, Multifunktionalität und IT- Infrastruktur gebündelt werden. Die daraus entstehende Marke an unseren Kunden aus verschiedensten Branchen mit Entscheidern in unterschiedlichsten Hierarchiestufen zu verkaufen ist eine immer wieder spannende Herausforderung.

BdVM: Wenn Sie nicht in der Veranstaltungsbranche arbeiten würden, welche Branche würde Sie interessieren?
Cordt: Da schwanke ich zwischen der Fahrradbranche und der boomenden IT-Branche. Meine ersten beruflichen Schritte hätte ich fast bei der Europazentrale eines des weltgrößten Premium-Fahrradherstellers begonnen. Das bleibt auch nach fast 20 Jahren im Job hängen - auch wenn inzwischen sehr wenig Zeit für den Drahtesel bleibt. Zu Hause habe ich aber die ganze Bandbreite von Mountainbike über Rennrad bis hin zu einem Tandem.

BdVM: Wo sehen Sie Ihre Branche in fünf Jahren?
Cordt: Die Live Kommunikation wird sich mit neuen technischen Möglichkeiten weiter entwickeln und die zu vermittelnden Werte werden an Gewicht gewinnen. Das zentrale Element, persönliche Treffen, Begegnungen, direkter Austausch werden trotz verändertem Kommunikationsverhalten ihre immense Bedeutung behalten.

BdVM: Was sollten Vertriebskollegen beachten, damit Sie auf einem Kongress / Messe erfolgreich sind?
Cordt: Entscheidend ist die Zielsetzung im Vorfeld. Mengenmäßige Leadgenerierung galt früher für als Erfolg. Meines Erachtens nach sollte man heute mit Hilfe von Tools ausgesuchte aber passende Kontakte herstellen. Qualität statt Quantität sorgt für einen passenden ROI. Manchmal ist weniger mehr.

BdVM: Welche Entscheidung hat Ihre Karriere nachhaltig beeinflusst?
Cordt: Meinen derzeitigen Job am 1. Januar 2012 im darmstadtium antreten zu dürfen. Das Kongresszentrum gilt Europa weit als eine der modernsten und spannendsten Locations. Ich höre von Veranstaltungsplanern oft den Satz: „Wenn wir das darmstadtium in unserer Stadt / Region hätten, wären wir mehr als glücklich“.

BdVM: Was ist der größte Fehler, den Vertriebsmanager machen können?
Cordt: Das Marktumfeld aus den Augen zu verlieren und sich Innovationen zu verschließen.

BdVM: Mit welcher Person Ihrer Wahl würden Sie gerne essen gehen?
Cordt: Bill Gates ist einer dieser Menschen, mit dem ich aufgrund seines beruflichen Hintergrunds aber auch seiner privaten Vita gerne einen Abend verbringen würde.

BdVM: Wieso haben Sie sich für den BdVM entscheiden?
Cordt: Der BdVM bietet eine perfekte Plattform für den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedensten Branchen. Neue Kontakte, der Einblick in die verschiedenen Arbeitsweisen, aber auch die Weiterbildungsangebote des BdVM haben mich dazu bewogen dem Verband beizutreten.

 

Die Fragen stellte Laura Heisch, Mitarbeiterin der Geschäftsstelle des Bundesverbands der Vertriebsmanager.