Eine Besondere Herausforderung sind verschiede Geschäftsmodelle für verschieden Lebensphasen.

Sabine Tietz
Vorsitzende der Geschäftsführung
Schwab Versand GmbH

Sabine Tietz ist seit März 2016 Vorsitzende der Geschäftsführung bei Schwab Versand GmbH, wo sie bereits seit Juni 2012 für Vertrieb und IT verantwortlich ist. Von 2007 bis 2012 war sie zuvor als Leiterin und Geschäftsführerin für den Aufbau von LASCANA zur Multichannel-Marke zuständig.

Die studierte Diplom-Kauffrau fand ihren beruflichen Einstieg in der Unternehmensberatung Arthur Andersen/Andersen Consulting. 1991 wechselte sie zu OTTO, um dort zunächst als Abteilungsleiterin den Aufbau der internen Unternehmensberatung zu begleiten und dann als Bereichsleiterin Einkaufscontrolling, Leiterin E-Commerce B2B sowie Leiterin Business Development tätig zu sein. 

BdVM: Was sind Ihre besonderen Herausforderungen als Vorsitzende der Geschäftsführung bei Schwab Versand?
Tietz: Besonders herausfordernd ist es, die unterschiedlichen Geschäftsmodelle, die sich in sehr unterschiedlichen „Lebensphasen“ befinden (z. B. die Marke sheego ist jung und Wachstumskonzept, die Marke Schwab ist ein Universaldistanzhandelsmodell in der Abschöpfungsphase), unter einen Hut zu bringen.

BdVM: Wenn Sie nicht im Online-Handel arbeiten würden, welche Branche würde Sie interessieren?
Tietz: Ich könnte mir gut vorstellen, etwas herzustellen, sei es in einem traditionellen Handwerk oder in der industriellen Produktion. Sollte das nicht klappen, wäre ich gern Filmemacherin.

BdVM: Wo sehen Sie Ihre Branche in fünf Jahren?
Tietz: In einem weiter steigenden Marktumfeld, mit stetig höherem Bedarf an Technologisierung.

BdVM: Was tun Sie morgens im Büro als Erstes und womit beenden Sie Ihren Tag?
Tietz: Ich schaue mir die Umsatzzahlen an und abends werfe ich einen Blick auf die Reaktionen in den sozialen Medien (z. B. Facebook etc.).

BdVM: Was sind die drei wichtigsten Eigenschaften, die ein Vertriebler haben sollte?
Tietz: Ehrliche Lust und Freude, Kunden glücklich zu machen, Leidenschaft und die Bereitschaft stets die Extrameile zu gehen, Vertrauen schaffen mit den klassischen Eigenschaften wie z.B. Anstand, Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit.

BdVM: Was ist der größte Fehler, den Vertriebsmanager machen können?
Tietz: Einen Kunden zugunsten eines kurzfristigen Ergebnisvorteils „über den Tisch zu ziehen“. Das kehrt sich mittelfristig gegen einen und gegen das Unternehmen.

BdVM: Mit wem würden Sie gerne einen Monat lang tauschen?
Tietz: Mit meiner Katze.

Die Fragen stellte Robert Pietsch, Leiter der Geschäftsstelle des Bundesverband der Vertriebsmanager.