Die Entscheidung für das "kleinere Unternehmen" entspricht meiner Arbeits- und Lebensphilosophie.

Michael Götz
Managing Director Sales
Wi-sales GmbH

Michael Götz ist Dipl.-Betriebswirt (FH) und seit 22 Jahren im Vertrieb und Consulting mit den Schwerpunkten Logistik, Prozessoptimierung und Coaching tätig.

Aufbau, Führung, Organisation und Entwicklung des Vertriebs sowie Steuerung der Vertriebsprozesse, Identifikation und Realisierung umsatzsteigender Maßnahmen und Entwicklung neuer Märkte begleiteten ihn fortan durch verschiedene Unternehmen.

Mitarbeitertraining auf Basis von Persönlichkeitsmodellen ist einer der Erfolgsfaktoren von Michael Götz.

BdVM: Was sind Ihre besonderen Herausforderungen als Managing Director Sales bei wi-sales?
Götz: Wir haben das Unternehmen wi-sales 2012 als Start-up zusammen mit einem Investor gegründet, um das Thema faltbare Container Systeme neu zu erfinden. Die letzten Innovationen der bestehenden Systeme am Markt lagen teilweise 15 Jahre zurück, wir haben 12 Monate in Entwicklung und Fertigung der neuen Systeme investiert, um diese dann als neues Unternehmen mit einem neuen Brand Name dem Fachpublikum zu präsentieren. Die besondere Herausforderung für mich war und ist die Kundenbedürfnisse des Marktes dem technisch machbaren anzugleichen und dabei die Merkmale Handling, Ergonomie und Kompatibilität in den Vordergrund zu rücken. Der Erfolg der letzten 2 Jahre zeigte uns, dass unser Weg der Richtige war und weiterhin ist. Im Jahr 2015 erhielten wir den Innovation-Award in der Kategorie Logistik verliehen durch Automotivkluster Styria und Magna Europa. Im Jahr 2016 erhielten wir die Auszeichnung Wachstums-Champion 2017, verliehen von FOCUS in Kooperation mit Statista.

BdVM: Wo sehen Sie Ihre Branche in fünf Jahren?
Götz: Der Markt für innovative Logistik Transportsysteme wird deutlich wachsen, da der Einsatz von leichten flexiblen und faltbaren Mehrweg Ladungsträgersystemen zunehmen wird. Ökologische sowie ergonomische Anforderungen stehen dabei im Focus. Durch intelligente Vernetzung von Transporten, durch Umsetzung von Standards können Frachtvolumen optimiert werden. Ziel ist es für uns Lösungen dem Markt zu präsentieren und nicht mehr das Produkt, dahin wird sich auch der Markt und unsere Branche hin verändern. Der Anspruch an den Schutz der zu transportierenden Bauteile wird höher, gleichzeitig die Unternehmensforderungen an Ökobilanz, Recyclingfähigkeit und der Einsatz von recycelten Materialien. Ein weiterer Trend für die Zukunft ist die Verfolgbarkeit der Behälter und damit der Bauteile im Behälter, es wird bereits von intelligenten Behältern gesprochen, die in Zukunft den Transport überwachen.

BdVM: Treffen Sie wichtige berufliche Entscheidungen eher aus dem Bauch oder dem Kopf?
Götz: Es kommt auf die Entscheidung an, technische Entscheidungen treffe ich mit dem Kopf, Personalentscheidungen sowie Strategien werden stark vom Bauchgefühl beeinflusst.

BdVM: Welche Entscheidung hat Ihre Karriere nachhaltig beeinflusst?
Götz: Die Entscheidung für den Mittelstand, ich habe beide Unternehmensformen kennengelernt den internationalen Konzern sowie die Unternehmen im Mittelstand und kann sagen, dass diese Entscheidung für das „kleinere Unternehmen“ meiner Person, meiner Arbeits- und Lebensphilosophie entspricht. 

BdVM: Was wollten Sie schon immer einmal lernen?
Götz: Mein Berufswunsch war früher Koch und das Kochen ist etwas, was ich immer weiter lernen möchte, die Kunst Gewürze so einzusetzen, dass die so oft erwähnte „Geschmacksexplosion“ im Mund entsteht, ist ein Ziel! Snowboarden im Tiefschnee, einfach im „flow“ die unberührte Natur erleben.

BdVM: Diese Skills haben mir in meiner Karriere besonders geholfen ...
Götz: Authentizität, Offenheit, Altruismus, Leidenschaft

BdVM: Mit welcher Person Ihrer Wahl würden Sie gerne essen gehen?
Götz: Daniel Goleman, Autor des Buches emotionale Intelligenz. Ich bin der Überzeugung, dass der Stellenwert der emotionalen Intelligenz vor allem für den Vertrieb deutlich zunehmen wird. Genau dieses Thema würde mich unglaublich interessieren, für die Fülle an Gesprächsstoff würde es ein 5 Gänge Menü erfordern.

Die Fragen stellte Robert Pietsch, Leiter der Geschäftsstelle des Bundesverband der Vertriebsmanager.