Wer von seinem Produkt nicht überzeugt ist, wird nicht ernst genommen.

Marcel Neumann
Senior Key Account Manager
FFG FINANZCHECK Finanzportale GmbH

Meine berufliche Karriere begann ich ursprünglich abseits der Finanzbranche mit einer Lehre im IT-Bereich. Parallel, mit Anfang des 18. Lebensjahres gründete ich bereits eine kleine EDV-Firma und betreute bspw. Hotels, Zahnärzte oder auch Privatleute in Hamburg.

Mein Interesse für Finanzprodukte war aber damals bereits groß, daher war es für mich der nächste logische Schritt, eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann zu absolvieren. Parallel zu meiner darauffolgenden Position als Underwriter für technische Versicherungen habe ich ein BWL-Studium erfolgreich abgeschlossen, um auch die wirtschaftlichen Aspekte der Branche genauer betrachten zu können. Nach einer weiteren längeren Station als Maklerbetreuer bei der R+V Versicherung bin ich nun seit knapp einem Jahr bei finanzcheckPRO angekommen.

Mit meiner aktuellen Tätigkeit habe ich nun beide Branchen miteinander vereinen können ...

 

BdVM: Was sind Ihre besonderen Herausforderungen als Senior Key Account Manager bei FFG FINANZCHECK Finanzportale GmbH?
Neumann: Als finanzcheckPRO bieten wir unterschiedlichsten Partnern die Möglichkeit, den Ratenkreditvergleich spielend einfach in ihr Serviceportfolio zu integrieren. Dabei sind die Herausforderungen vielfältig, insbesondere da wir mit dem Unternehmen erst ein knappes Jahr am Markt agieren. Unsere Ziele sind dabei vor allem, die Marke aufzubauen und ihren Bekanntheitsgrad stetig zu erhöhen. Des Weiteren möchten wir unsere Kooperationen mit Handels- und Finanzpartnern ausbauen. Im Ausbau dieses Netzwerkes liegt für mich als Senior Key Account Manager natürlich die größte Herausforderung. Parallel gilt es aber auch, eine große Portion Flexibilität an den Tag zu legen, um sich auch spontan fachfremden Aufgaben zu widmen. Da bespricht man in einem Meeting die nächste Marketingaktion und im nächsten den Ausbau des CRM Tools. Aber genau in dieser Abwechslung liegt die Würze der Aufgabe – das macht Spaß.

BdVM: Wo sehen Sie Ihre Branche in fünf Jahren?
Neumann: Aktuelle Prognosen des Bundesfinanzministeriums besagen, dass Fintechs bis 2020 circa 58 Mrd. Euro verwalten werden. Und dabei wollen wir als finanzcheckPRO natürlich eine relevante Rolle spielen!
Um dieses Ziel zu erreichen, hilft es enorm, dass wir ausschließlich im B2B Markt agieren. Das Spannende dabei ist aus meiner Sicht, dass wir mit einer Vielfalt von Branchen kooperieren. Wir können unsere Technologie des Ratenkreditvergleichs gestandenen Finanzvertrieben, Einzelmaklern, Autohäusern oder auch im Point of Sale anbieten. Es gibt praktische keine Grenzen …

BdVM: Wenn Sie nicht in der FinTech Branche arbeiten würden, welche Branche würde Sie interessieren?
Neumann: Für mich war es eine sehr bewusste Entscheidung, in einem innovativen und agilen Umfeld zu arbeiten. Ich schätze dabei die schnellen Abstimmungswege, die dynamische Unternehmenskultur und vor allem das Mitbestimmungsrecht. Diese Punkte sind für mich sehr wichtig, um mich im Beruf voll entfalten zu können und geben mir die Möglichkeit, mich stetig weiterzuentwickeln.
Ich bin von Haus aus der Finanzbranche sehr verbunden. Daher könnte ich mir als Alternative vorstellen, im Versicherungsumfeld tätig zu sein.

BdVM: Was tun Sie morgens im Büro als Erstes und womit beenden Sie Ihren Tag?
Neumann: In der Regel verschaffe ich mir morgens als Erstes einen Überblick über die aktuellen Themen. Dabei ist es mir wichtig, in den Austausch mit den Kollegen zu gehen und uns gegenseitig upzudaten. So starten wir alle mit dem gleichen Wissensstand in den Tag.
Parallel prüfe ich jeden Morgen die Umsätze und bereite Außendiensttermine, Telefonkonferenzen oder aktuelle Projekte vor.
Am Abend steige ich meist schon in die Vorbereitung des Folgetages ein. Es kann aber auch sein, dass ich dabei noch im Zug oder Flugzeug sitze und die letzten Mails bearbeite.

BdVM: Diese Skills haben mir in meiner Karriere besonders geholfen …
Neumann: Innovationskraft, Teamgedanke und Hartnäckigkeit. Diese drei Skills sind auf jeden Fall die Treiber, die mich in meiner Karriere bisher am stärksten nach vorne gebracht haben. Außerdem finde ich es im Vertrieb besonders wichtig, dass man jeden Tag mit Spaß zur Arbeit kommt und dies auch Geschäftspartner spüren lässt. Man sollte von seinem Produkt oder seiner Dienstleistung absolut überzeugt sein, ansonsten läuft man Gefahr, nicht ernst genommen zu werden. Daher stehe ich immer zu 100 Prozent hinter dem, was ich tue. 

BdVM: Verraten Sie uns eine Marotte?
Neumann: Ich arbeite mit Leidenschaft an der Weiterentwicklung und dem Ausbau von finanzcheckPRO. Dabei vergesse ich manchmal auf die Uhr zu schauen und es wird abends etwas später. Dann kommt das Privatleben etwas zu kurz.
Aber hier wird sich sicherlich mit der Zeit Besserung einstellen. Insbesondere arbeite ich daran, einzelne Themen abzugeben und zu delegieren. Das ist nicht immer einfach, aber ich glaube, ich bin auf einem guten Weg.

BdVM: Was wollten Sie schon immer einmal lernen?
Neumann: Ich liebe Musik – bin aber unmusikalisch. Trotzdem versuche ich mich immer mal wieder an der Gitarre oder dem Klavier. Leider scheitere ich dabei aber meist an meiner Ungeduld. Daher ist es umso schöner, dass meine Lebensgefährtin Musikerin ist, was ich sehr bewundere. So ergänzen wir uns sehr gut und es wird nie langweilig. 

Die Fragen stellte Laura Heisch, Mitarbeiterin der Geschäftsstelle des Bundesverbands der Vertriebsmanager.